Wenn du dich als KMU-Inhaber:in nach einer neuen Website umschaust, bekommst du Preise zwischen 30 € im Monat und 25.000 € einmalig. Beide sind ehrlich gemeint. Beide sind in unterschiedlichen Welten. Wenn du wissen willst, was eine Website wirklich kosten darf — und wo dein realistisches Budget liegt — lies weiter. Ich sage dir das ohne Verkaufsbrille.
Die drei Preisklassen, die dir begegnen
DIY-Baukasten (€0 – €500/Jahr)
Wix, Squarespace, Jimdo. Du baust selbst, klickst Templates zusammen, zahlst monatlich. Funktioniert für: Hobby-Projekte, sehr kleine Solo-Selbstständige mit DIY-Lust, Vereine. Funktioniert nicht für: Inhaberinnen, die keine Zeit haben, sich in CMS-Klick-Logik einzuarbeiten und am Ende eine Seite haben, die wie alle anderen Wix-Seiten aussieht.
Freelancer (€500 – €4.000)
Eine Person, oft remote, baut dir was. Qualität schwankt enorm. Manche Freelancer sind exzellent, andere liefern WordPress-Themes für 800 €. Funktioniert, wenn du klare technische Vorstellungen hast und Briefings selbst schreiben kannst. Risiko: nach Go-Live ist die Person schwer erreichbar, Updates dauern.
Klassische Agentur (€8.000 – €25.000+)
Drei bis fünf Personen am Projekt — Account-Manager, Designer, Entwickler, Texter, Projektleiter. Aufwendige Workshops, mehrere Konzept-Phasen, lange Iteration. Liefert oft hochwertige Ergebnisse. Aber: 6–16 Wochen Laufzeit, Stundensätze 120–180 €, Festpreis selten. Für KMU mit 5–50 Mitarbeitenden ist das fast immer überdimensioniert.
Was eine KMU-Website wirklich braucht
Bevor wir über Preise reden: Was muss deine Seite eigentlich liefern?
- Vertrauen erzeugen, bevor der erste Anruf stattfindet (Foto, Referenzen, klare Aussagen)
- Bei Google gefunden werden für deine Branche + deinen Ort
- Anfragen ermöglichen — Formular, Booking, Telefon-CTA
- Mobile lesbar sein (60 % der Besuche kommen vom Smartphone)
- Schnell laden (jede Sekunde Verzögerung kostet Conversions)
Das ist alles. Du brauchst kein Parallax-Animation-Framework, keinen Custom-Animationsbau, keine 3D-Hero-Section. Du brauchst eine Seite, die ihr Job macht — Kunden gewinnen.
Die ehrliche Preis-Range für KMU 2026
Was kostet was?
- One-Pager (1 Seite, alles drauf) — €750–€1.200. Gut für Solo-Selbstständige, Coaches, einzelne Dienstleistungen.
- Multi-Page (3–5 Seiten) — €1.500–€3.000. Standard für KMU mit mehreren Leistungen oder Branchen.
- Erweitert (6–10 Seiten + Blog/CMS/Booking) — €3.000–€5.000. Für wachsende Unternehmen mit Content-Strategie.
- Großseitig (10+ Seiten, komplexe Funktionen) — €5.000+. Hier wirds individuell.
Was den Preis nach oben treibt — und was nicht
Treiber: Anzahl Seiten, individuelles Design (statt Template), Custom-Funktionen (Booking, Mitgliederbereich, E-Commerce), Texte vom Profi, Foto-Shooting, mehrsprachig, Schnittstellen zu anderen Systemen (CRM, ERP).
Kein Treiber: Anzahl Bilder, Anzahl Wörter, „responsive Design" (das ist Standard, kein Extra), „SEO-optimiert" (sollte Basis sein).
Wie du nicht abgezockt wirst
- Lass dir aufschlüsseln, was im Preis enthalten ist — Seitenzahl, Korrekturschleifen, Inhalte, SEO-Setup, Übergabe.
- Frag nach Lieferzeit verbindlich. Wenn dir keiner einen Termin nennt, läuft es ins Endlose.
- Frag, was nach Go-Live passiert. Wer pflegt die Seite? Was kosten Änderungen?
- Erkenn versteckte Folgekosten: Hosting, Domain, Plugin-Lizenzen, Updates.
- Lass dich nicht von Stundensätzen blenden. Festpreis > Stundensatz, wenn du nicht weißt, wie lang etwas dauert.
Was wir bei Logic & Bold machen
Wir verkaufen Pakete ab €749 mit klaren Inhalten und festen Lieferzeiten. Keine Stundenabrechnung, keine Nachberechnung. Was im Konfigurator steht, bekommst du. Wenn wir den Termin durch unser Verschulden reißen, gibts 10 % Rabatt — steht in den AGB. Mehr Infos: nutze den Konfigurator und probier es selbst.
